In guter Gesellschaft und am Feuer in einer Schenke wurde die richtige Entscheidung getroffen! Die Steinhütte, mein Jugendtraum, würde Realität werden. Aus Liebe zur Architektur, Kunst und selbstverständlich auch Geschichte, aber auch dank jahrelanger Erfahrung in der Hotellerie an mehreren Arbeitsplätzen sowie dank vieler Weltreisen, bei denen ich zahlreiche architektonische Stile kennengelernt hatte, traf ich die Entscheidung, eine Steinhütte zu bauen, die funktional und multifunktional sein sollte, aber im Einklang mit der Tradition (Steinbau, dalmatinische Fensterläden mit modernen Elementen) und der Natur (natürliche Bauelemente wie Stein, Holz und Eisen).

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DIE GESCHICHTE DES HAUSES

Der Bau begann 2009, als wir direkt aus dem nahegelegenen Steinbruch des Benkovac-Gebietes groben unbearbeiteten Stein anschafften, der behaut wurde, bis seine Form für den Bau geeignet war. Am Bauanfang musste geeignetes Werkzeug (Meißel und Hammer) gefunden werden. Außerdem waren auch gute Kenntnisse über die Technik der Steinbearbeitung gefragt. Um aus großen Steinen Steinblöcke zu bekommen, brauchte es viel Kraft und Ausdauer, denn ein Stück Stein ist mehrdimensional und eine Art LEGO-Stein für Erwachsene. Deshalb muss man in jeden Stein viel Geduld und guten Willen investieren, aber man muss auch körperlich fit sein.

Die Größe sowie die Lage der Steinhütte in einem Olivengarten wurden von alten Steinhütten inspiriert, aber auch von der Windrose und den Himmelsrichtungen beeinflusst. Dabei wurde auch die Sonnenlage beachtet. Das Ausführungsprojekt habe ich allein erstellt, aber mit Ratschlägen guter Freunde (Marko Smolić, Duje Raspović, Ante Zelić, Milan Galešić, Dado, Ribar und Šime Rođo), die von der Anfangsphase bis hin zum Bauschluss dabei waren. Die Steinarbeiten dauerten mit Pausen etwa ein Jahr. Im Jahr 2010 waren schon die Hauptumrisse des Hauses samt Dach fertig und das Haus war ein neues dalmatinisches Schmuckstück. Danach erzählte sich die Geschichte von selbst und die Hütte erhielt eine Photovoltaikanlage für Verbraucher, eine Thermosiphonanlage für warmes Wasser, einen Gasboiler für warmes Wasser, einen Kamin zum Wärmen und zur Essenszubereitung (Römertopf und Grill), einen Außenkamin und eine natürliche Lüftung.

DIE AUSSTATTUNG DES HAUSES

Die Hütte ist selbstversorgend und netzunabhängig. Sie ist ein Energie-Plus-Haus, in dem 100 % des Stromes mit der Photovoltaikanlage produziert und im Falle schlechten Wetters in Batterien gelagert wird. Sie ist funktional in allen Bereichen, durch die sich „normale Häuser“ auszeichnen. Alle Geräte in der Hütte gehören zur Klasse A+++, das Haus wird von LED-Lampen beleuchtet, der Müll wird getrennt und in einer Zisterne wird Regenwasser gesammelt, das zu unterschiedlichen Zwecken verwendet wird und auch als Trinkwasser dienen kann.

GRUNDSTÜCK

Die Hütte liegt in einem Bio-Olivengarten, der am 15. Mai 2015 angelegt wurde und sich mit zahlreichen Olivensorten (oblica, istarska bjelica, frantoio, leccino, bjelica) auf 11 000 m2 erstreckt. Abgesehen vom Olivengarten gibt es auch Rosmarin, Lavendel, Strohblumen, Minze und andere mediterrane Pflanzensorten, Quittenbäume, Maraska-Sauerkirschbäume, Mandelbäume und Artischocken der Sorte romanesco mit etwa 300 Büschen. Außerdem gehört zur Hütte auch ein Feld, auf dem ich einen kleinen Weingarten und Gemüse anbauen möchte.

ZWECK

Die Hütte ist vor allem für diejenigen gedacht, die sich vom Stress und der schnellen Lebensweise erholen möchten, sowie für diejenigen, die Dalmatien so kennenlernen wollen, wie es einst war, ausgezeichnete Speisen (wie dalmatinischen Rohschinken, slawonische Wurst kulen, Käse von der Insel Pag, mediterrane Öle, Fische aus der Adria) kosten möchten und dabei das kontinentale Kroatien mit seiner Meeresküste verbinden möchten. Die Hütte liegt am Ende des ruhigen Dorfes Raštane Donje und ist nur 3 km oder zwei Minuten Fahrt vom Meer entfernt. Der Flughafen Zadar liegt in 10 km, Zadar 17 km und Biograd 12 km Entfernung. Nur eine halbe Stunde von der Hütte entfernt sind auch die National- und Naturparks Kornati, Krka, Paklenica und Vransko jezero.

DANK

Danksagung: Ante, mein Alter, du hast mir die Tür für den Keller verkauft, in dem ich die Vinothek und Olivenöl-Bar errichtet habe, alles ganz allein, sowohl die Steinbehauung als auch die Feinarbeit. Mein Marcelo war dabei, als ich den Stein behaut habe und ist dann allein nach Hause gegangen – er ist gut! Maja, meine Frau, vielen Dank. Du kennst mich doch, deinen Luigi, der dich sehr liebt. Meine Schwestern, meine alte Mutter, mein Bruder Milan Galešić auch als Klempo bekannt. Euch allen herzlichen Dank! Dieser Olivengarten wird sich lohnen. Er braucht nur Zeit, Liebe und guten Willen. Es war auch die Liebe, die das alles ins Rollen gebracht hat. Die Photovoltaikanlage, eine kleine Kraftanlage, wurde von Josip Parić erstellt. Sie bestand erst aus 1000 Ah-Batterien mit Elektrolyten und jetzt mit Victron-Gel mit 180 Ah und 40A-mppt mit einem Umsetzer von 2500 w. Das System ist 24 V und 220 V, sodass alles sicher und verwendbar ist. Nichts ist künstlich. Alles, was alt ist, muss auch funktional sein, aber auch schön und anpassbar im Stil. Der Tradition entspricht auch die Kunst im Weinkeller, das Wandbild „FREEDOM“. Dort hat Marko Smolić aus einem Nähmaschinengestell ein Waschbecken gemacht. Das Spülbecken wurde von Mario aus Polače angefertigt. Die Uhr wurde von den Schwestern Irena und Tanja mitgebracht, während der fleißige Ante Zelić, Rude Bobanović und Paraga (Vrkić) für das Wasser in der Hütte zuständig waren. Onkel Krune war bei Baubeginn dabei. Mit ihm habe ich die Schalung für den Keller und die Regentonne gemacht. Marko Demo hat mich mit seinen Ziegen besucht, der verstorbene Ilija Raspović mit seinen Ziegen und auch die Kinder, als sie noch klein waren. Danke an alle, die mich besucht haben, während ich mit dem Stein hoch- und heruntergefahren bin. Es war einzigartig, denn nach den vielen Weltreisen war es unschätzbar, ins kleine Dorf zurückzukehren!

Olive Garden Paljka
Donje Raštane 1a, Sveti Filip Jakov 23207 Croatia
Phone: +385 99 6956097